- Leistung
- 800 W
- Speicher
- 1,92 kWh (bis 11,52)
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Speicher einzeln kaufen oder nachrüsten: Vergleich, Kosten und ob sich ein Akku lohnt.
Preise: Datenstand Oktober 2026, können sich inzwischen geändert haben.
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ab 1.329 € 265 € je kWh
Speicher ohne Solarmodule, Preisvergleich; im Anker-Shop 1.599 €
Kurz gesagt
- Es gibt drei Bauarten: Speicher mit eigenen Solareingängen und eingebautem Wechselrichter, Speicher für die Steckdose (AC-gekoppelt) und Speicher, die zwischen Module und vorhandenen Wechselrichter geschaltet werden.
- Beim Kauf zählen vor allem Kapazität, Solareingänge, Ausgangs- und Notstromleistung, Erweiterbarkeit, Smart-Meter-Anbindung und Garantie.
- Faustregel für die Größe: rund 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch (Verbraucherzentrale Niedersachsen) – aber nicht mehr, als deine Anlage tagsüber übrig hat.
- Die Speicher in unserer Übersicht kosten ohne Module 498 bis 1.329 Euro, also rund 168 bis 287 Euro pro kWh (Datenstand 29.10.2026).
- Die 800-VA-Grenze gilt auch mit Speicher. Wir haben keines der Geräte selbst getestet.
Ein Speicher hebt den Solarstrom vom Mittag für den Abend auf. Oben siehst du die sechs Speicher, die du einzeln kaufen kannst, mit Preisen. Hier erfährst du, welche Bauart zu dir passt, welche Angaben im Datenblatt zählen und wie groß der Akku sein sollte. Suchst du Module und Speicher als fertiges Paket, findest du acht Komplettsets unter Balkonkraftwerk mit Speicher.
Solarmodule erzeugen Gleichstrom (DC), deine Steckdosen liefern Wechselstrom (AC). Für den Kauf ist entscheidend, an welcher Stelle der Speicher sitzt.
Die Module werden direkt an den Speicher gesteckt. Akku, Wechselrichter und MPP-Tracker stecken in einem Gehäuse. Ein MPP-Tracker ist der Teil des Geräts, der jedes angeschlossene Modul im Punkt seiner höchsten Leistung hält.
So arbeiten fünf der sechs Speicher in unserer Übersicht: die Anker SOLIX Solarbank 3 Pro, die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro, der Zendure SolarFlow 2400 Pro, der EcoFlow STREAM Ultra und der EcoFlow STREAM 5000. Der Vorteil: Der Strom wird seltener umgewandelt, und Leistung über 800 W, die ein normaler Wechselrichter abregeln würde, kann in den Akku fließen. Der Zendure-Speicher kann laut Hersteller zusätzlich aus der Steckdose laden.
Der Marstek Venus E 3.0 hat keinen Solareingang. Er wird an eine Steckdose angeschlossen und lädt sich mit dem Überschuss, den dein vorhandenes Balkonkraftwerk ins Hausnetz schickt. An der Anlage änderst du nichts – deshalb ist das der einfachste Weg zum Nachrüsten.
Der Nachteil: Der Strom wird mehrfach umgewandelt, die HTW Berlin rechnet mit 82,5 Prozent Systemnutzungsgrad. Außerdem zählen Wechselrichter und Speicher bei der 800-VA-Grenze zusammen.
Eine dritte Bauart ohne eigenen Wechselrichter wird zwischen Module und vorhandenen Wechselrichter geschaltet und gibt den gespeicherten Strom später an diesen weiter. Manche Modelle funktionieren nur mit bestimmten Wechselrichtern; in unserer Datenbank ist derzeit keines. Wie du die Kompatibilität prüfst, erklärt Speicher für Balkonkraftwerk nachrüsten.
| Bauart | Passt für | In unserer Übersicht |
|---|---|---|
| Mit eigenen Solareingängen | Neukauf, Erweiterung auf mehr Module | Anker, Zendure, EcoFlow |
| Für die Steckdose (AC) | Nachrüsten ohne Eingriff in die Anlage | Marstek Venus E 3.0 |
| Zwischen Modulen und Wechselrichter | Nachrüsten mit kompatiblem Wechselrichter | derzeit kein Modell |
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Kriterien und die Spanne unserer sechs Speicher (laut Herstellern, teils Händler- und Testangaben).
| Kriterium | Darauf achten | Spanne in unserer Übersicht |
|---|---|---|
| Kapazität | passend zu Verbrauch und Überschuss | 1,92 bis 5,12 kWh |
| Solareingänge | Anzahl und Leistung pro Eingang | keiner (Marstek) bis 4 Eingänge, 2.000 bis 5.000 W |
| Einspeisung | höchstens 800 W ins Hausnetz | 800 W, teils per Software gedrosselt |
| Notstrom | Leistung und Umschaltzeit | bis 2.500 W |
| Erweiterbarkeit | Obergrenze und Preis der Zusatzakkus | 11,52 bis 30 kWh (soweit angegeben) |
| Garantie | Jahre und Ladezyklen | 10 Jahre, 6.000 bis 10.000 Zyklen (soweit angegeben) |
Die Kapazität in Kilowattstunden (kWh) sagt, wie viel Strom der Akku aufnehmen kann. Verlass dich nicht blind darauf: Laut Stiftung Warentest (Heft 4/2026) liefern nicht alle Geräte die versprochene Strommenge. Dazu kommen Lade- und Entladeverluste.
Bei Speichern mit Solareingängen zählt, wie viele Module du anschließen kannst und wie viel Leistung jeder Eingang verträgt. Der EcoFlow STREAM Ultra nimmt zum Beispiel 500 W pro Eingang auf. Plane gleich für die Zukunft: Erlaubt sind bis zu 2.000 Wp Modulleistung. Was dabei gilt, steht unter Balkonkraftwerk 2000 Watt mit Speicher.
Ein AC-Speicher kann dagegen nur laden, was dein Wechselrichter einspeist und der Haushalt gerade nicht verbraucht – also höchstens 800 W. Einen 5,12-kWh-Akku füllst du damit selbst unter besten Bedingungen erst nach gut 6 Stunden (eigene Rechnung: 5,12 kWh ÷ 0,8 kW, ohne Verluste).
Alle Geräte an einem Anschluss dürfen zusammen höchstens 800 VA einspeisen. Einige Speicher können technisch mehr: der Zendure SolarFlow 2400 Pro 2.400 W, der Marstek Venus E 3.0 2,5 kW, die Anker Solarbank 3 Pro 1.200 W. Für Deutschland werden sie per Software auf 800 W begrenzt, bei Anker ist das ab Werk voreingestellt.
Die Bundesnetzagentur zählt bei einstellbaren Wechselrichtern aber die höchste einstellbare Leistung. Ob die Drosselung genügt, ist rechtlich nicht abschließend geklärt. Unsere Einschätzung: Mehr AC-Leistung ist beim Kauf kein Pluspunkt, sondern eine Frage, die du vorher mit deinem Netzbetreiber klären solltest.
Laut Verbraucherzentrale Brandenburg haben nicht alle Speicher eine Notstromfunktion, oft gibt es sie nur gegen Aufpreis. Bei Balkonkraftwerk-Speichern versorgt sie nur Geräte, die direkt an der Notstromsteckdose des Speichers hängen – nicht deine Wohnung.
Die Leistung dieser Steckdose reicht in unserer Übersicht bis 2.500 W (Anker Solarbank 4 Pro und Marstek Venus E 3.0 laut Hersteller, EcoFlow STREAM 5000 laut home&smart). Die Solarbank 4 Pro schaltet laut Anker in rund 10 Millisekunden um. Zur Einordnung: Rund 2 kWh reichen laut Stiftung Warentest, um etwa einen Kühlschrank eine Nacht lang oder Lampe, Laptop und Router mehrere Stunden zu betreiben.
Alle sechs Speicher lassen sich mit Zusatzakkus oder weiteren Geräten desselben Herstellers vergrößern, je nach Modell auf 11,52 bis 30 kWh. Für den EcoFlow STREAM 5000 liegt uns keine Obergrenze vor. So startest du klein und legst nach, wenn du Module ergänzt. Prüf vorher den Preis der Zusatzakkus.
Damit der Speicher abends genau so viel abgibt, wie du gerade verbrauchst, braucht er Messwerte von einem Smart Meter – einem Energiemessgerät, nicht dem Zähler des Netzbetreibers. Ein Gerät im Zählerschrank baut eine Elektrofachkraft ein. Prüf vor dem Kauf, welche Messgeräte der Speicher unterstützt und ob er auch ohne Hersteller-Cloud funktioniert.
Einige Modelle, etwa die Anker Solarbank 3 Pro, können nach dynamischen Stromtarifen laden und entladen. Dafür brauchst du ein intelligentes Messsystem. Ob sich das rechnet, steht unter Lohnt sich ein Balkonkraftwerk-Speicher?.
Alle sechs Speicher haben 10 Jahre Garantie, bei der Solarbank 4 Pro und dem STREAM 5000 belegen das bisher nur Händler- bzw. Testangaben. Achte darauf, ob die Garantie an Ladezyklen gekoppelt ist – Anker nennt „10 Jahre bzw. 6.000 Ladezyklen“.
Bei der Qualität lohnt ein Blick in unabhängige Tests: Die Stiftung Warentest bewertete in Heft 4/2026 drei von fünf Speichern wegen Störsignalen mit „mangelhaft“. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät zu einer Konformitätserklärung nach VDE-AR-N 4105. Alle Testergebnisse zu unseren Modellen findest du im Speicher-Vergleich.

Ein zu großer Speicher wird selten voll und kostet unnötig Geld. Die passende Größe findest du in drei Schritten.
Schritt 1 – nach Verbrauch: Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt rund 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Deinen Verbrauch findest du auf der Stromrechnung. Zur Orientierung die Durchschnittswerte des Stromspiegels:
| Haushalt (Stromspiegel) | Jahresverbrauch | Faustregel-Speicher |
|---|---|---|
| 1 Person, Wohnung | 1.200 kWh | rund 1,2 kWh |
| 2 Personen, Wohnung | 1.900 kWh | rund 1,9 kWh |
| 3 Personen, Einfamilienhaus | 3.500 kWh | rund 3,5 kWh |
| 4 Personen, Einfamilienhaus mit elektrischem Warmwasser | 4.700 kWh | rund 4,7 kWh |
Schritt 2 – nach Überschuss: Der Speicher kann nur aufnehmen, was deine Anlage tagsüber übrig hat. In unserer Simulation mit dem HTW-Simulator (Haushalt mit 3.000 kWh) bleiben bei 2.000 Wp nach Süden rund 836 kWh im Jahr übrig, im Mittel etwa 2,3 kWh pro Tag. Bei zwei Modulen (1.000 Wp) senkrecht am Geländer sind es nur 258 kWh, also rund 0,7 kWh pro Tag. Im Sommer ist der Überschuss größer, im Winter kleiner.
Schritt 3 – nach Nachtbedarf: Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät, den Speicher höchstens so groß zu wählen, dass er den Strombedarf einer Nacht deckt. Den kannst du selbst messen: Zählerstand bei Sonnenuntergang und am nächsten Morgen ablesen.
Der kleinste der drei Werte ist eine gute Obergrenze. Zwei Beispiele für einen Haushalt mit 3.000 kWh:
Preise aus Preisvergleich und Herstellershops (Datenstand 29.10.2026), jeweils ohne Solarmodule.
| Klasse | Modelle | Preis ab | Preis pro kWh¹ |
|---|---|---|---|
| rund 2 bis 2,7 kWh | EcoFlow STREAM Ultra, Zendure SolarFlow 2400 Pro, Anker Solarbank 3 Pro | 498 bis 763 € | ca. 259 bis 287 € |
| rund 5 kWh | Marstek Venus E 3.0, EcoFlow STREAM 5000, Anker Solarbank 4 Pro | 859 bis 1.329 € | ca. 168 bis 265 € |
¹ Eigene Rechnung: Preis ab geteilt durch Grundkapazität. Preise ändern sich häufig, prüf sie vor dem Kauf.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen nennt 200 bis 400 Euro pro kWh als häufigen Rahmen. Je nach Fall kommen Zusatzakkus, ein Smart Meter und eine Elektrofachkraft dazu. Kaufst du neu, ersetzt ein Speicher mit Solareingängen den Mikrowechselrichter.
Zum Vergleich: Die acht Komplettsets aus Modulen und Speicher in unserer Übersicht kosten 819 bis 1.899 Euro (Datenstand 30.10.2026), mehr dazu unter Balkonkraftwerk mit Speicher.
Stand der Recherche: 30.10.2026. Produktdaten und Preise: Datenstand 29.10.2026. Wir haben keines der Geräte selbst getestet.
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk-Speicher? Unsere offene Rechnung mit 37,3 ct/kWh zeigt: 3 bis 12 Jahre Amortisation – je nach Set. So prüfst du deinen Fall.
Speicher für Balkonkraftwerk nachrüsten: AC- oder DC-Speicher, Kompatibilität, Smart Meter, Anmeldung und Kosten – Schritt für Schritt einfach erklärt.
Speicher für Balkonkraftwerk im Vergleich: 6 Modelle von Anker, EcoFlow, Zendure und Marstek – Preise, Notstrom und Testergebnisse von Warentest & Co.
Die sechs Speicher in unserer Übersicht kosten ohne Solarmodule zwischen 498 und 1.329 Euro (Datenstand 29.10.2026). Pro Kilowattstunde Kapazität sind das rund 168 bis 287 Euro. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen nennt 200 bis 400 Euro pro kWh als häufigen Rahmen. Zusatzakkus, ein Smart Meter und gegebenenfalls eine Elektrofachkraft kommen dazu.
Nicht immer. Die Stiftung Warentest stellte in Heft 4/2026 fest, dass nicht alle geprüften Speicher die versprochene Strommenge liefern. Beim Marstek Venus E 3.0 maß techtest.org (15.12.2025) rund 4,9 von 5,12 kWh. Dazu kommen Lade- und Entladeverluste: Die HTW Berlin rechnet mit 82,5 Prozent Systemnutzungsgrad.
Bei allen sechs Modellen in unserer Übersicht ist eine Erweiterung mit Zusatzakkus oder weiteren Geräten desselben Herstellers vorgesehen. Für fünf kennen wir die Obergrenze: 11,52 bis 30 kWh. Beim EcoFlow STREAM 5000 nennt home&smart Erweiterungsakkus, eine Obergrenze liegt uns nicht vor. Mehr Akku lohnt sich nur, wenn auch mehr Überschuss da ist – etwa weil du Module ergänzt.
Das ist möglich. Die Stiftung Warentest bewertete in Heft 4/2026 drei von fünf Speichern mit „mangelhaft“, weil sie zu viele elektromagnetische Störsignale aussenden. Folgen können laut Warentest flackernde Fernseher, brummende Lautsprecher oder abbrechende WLAN-Verbindungen sein. Die Einzelergebnisse stehen hinter einer Bezahlschranke.
Die Begriffe werden nicht einheitlich verwendet. Die Verbraucherzentrale Brandenburg unterscheidet eine Notstromsteckdose direkt am Speicher von Lösungen, die den Haushalt per automatischer Umschaltung für begrenzte Zeit versorgen. Bei Balkonkraftwerk-Speichern geht es um die Steckdose am Gerät: Bei Stromausfall laufen nur Geräte, die dort angeschlossen sind, nicht die Steckdosen deiner Wohnung.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt einen geschützten und gut belüfteten Ort, etwa die Garage. Frost und starke Temperaturschwankungen lassen den Akku schneller altern. Auch bei Geräten für draußen lohnt ein Dach: Bei der Stiftung Warentest drang im Starkregen-Test bei vier von fünf Speichern Wasser in die Steckdosen. Plane außerdem das Gewicht ein – laut Verbraucherzentrale meist 20 bis 60 Kilogramm.