Main-Balkonkraftwerk
Menü

Speicher für Balkonkraftwerk kaufen: Kaufberatung

Speicher einzeln kaufen oder nachrüsten: Vergleich, Kosten und ob sich ein Akku lohnt.

Speicher im Überblick

Preise: Datenstand Oktober 2026, können sich inzwischen geändert haben.

E Mit Speicher

EcoFlow

EcoFlow STREAM Ultra

Günstiger Allround-Speicher mit Notstromfunktion

Leistung
800 W
Speicher
1,92 kWh (bis 11,52)

ab 498 € 259 € je kWh

Speicher ohne Solarmodule, Preisvergleich; im EcoFlow-Shop 519 €

M Mit Speicher

Marstek

Marstek Venus E 3.0

Großer Speicher zum Nachrüsten an bestehende Anlagen

Leistung
2500 W
Speicher
5,12 kWh (bis 15,36)

ab 859 € 168 € je kWh

Speichereinheit ohne Solarmodule, Preisvergleich; im Marstek-Shop 990 €

Kaufberatung

Grauer Wandspeicher neben dem Sicherungskasten, eine Hand hält ein Smartphone mit Ladestand-Anzeige
Symbolbild – wie alle Bilder in diesem Artikel

Kurz gesagt

  • Es gibt drei Bauarten: Speicher mit eigenen Solareingängen und eingebautem Wechselrichter, Speicher für die Steckdose (AC-gekoppelt) und Speicher, die zwischen Module und vorhandenen Wechselrichter geschaltet werden.
  • Beim Kauf zählen vor allem Kapazität, Solareingänge, Ausgangs- und Notstromleistung, Erweiterbarkeit, Smart-Meter-Anbindung und Garantie.
  • Faustregel für die Größe: rund 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch (Verbraucherzentrale Niedersachsen) – aber nicht mehr, als deine Anlage tagsüber übrig hat.
  • Die Speicher in unserer Übersicht kosten ohne Module 498 bis 1.329 Euro, also rund 168 bis 287 Euro pro kWh (Datenstand 29.10.2026).
  • Die 800-VA-Grenze gilt auch mit Speicher. Wir haben keines der Geräte selbst getestet.

Ein Speicher hebt den Solarstrom vom Mittag für den Abend auf. Oben siehst du die sechs Speicher, die du einzeln kaufen kannst, mit Preisen. Hier erfährst du, welche Bauart zu dir passt, welche Angaben im Datenblatt zählen und wie groß der Akku sein sollte. Suchst du Module und Speicher als fertiges Paket, findest du acht Komplettsets unter Balkonkraftwerk mit Speicher.

Welche Speicherarten gibt es?

Solarmodule erzeugen Gleichstrom (DC), deine Steckdosen liefern Wechselstrom (AC). Für den Kauf ist entscheidend, an welcher Stelle der Speicher sitzt.

Speicher mit eigenen Solareingängen

Die Module werden direkt an den Speicher gesteckt. Akku, Wechselrichter und MPP-Tracker stecken in einem Gehäuse. Ein MPP-Tracker ist der Teil des Geräts, der jedes angeschlossene Modul im Punkt seiner höchsten Leistung hält.

So arbeiten fünf der sechs Speicher in unserer Übersicht: die Anker SOLIX Solarbank 3 Pro, die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro, der Zendure SolarFlow 2400 Pro, der EcoFlow STREAM Ultra und der EcoFlow STREAM 5000. Der Vorteil: Der Strom wird seltener umgewandelt, und Leistung über 800 W, die ein normaler Wechselrichter abregeln würde, kann in den Akku fließen. Der Zendure-Speicher kann laut Hersteller zusätzlich aus der Steckdose laden.

Speicher für die Steckdose (AC-gekoppelt)

Der Marstek Venus E 3.0 hat keinen Solareingang. Er wird an eine Steckdose angeschlossen und lädt sich mit dem Überschuss, den dein vorhandenes Balkonkraftwerk ins Hausnetz schickt. An der Anlage änderst du nichts – deshalb ist das der einfachste Weg zum Nachrüsten.

Der Nachteil: Der Strom wird mehrfach umgewandelt, die HTW Berlin rechnet mit 82,5 Prozent Systemnutzungsgrad. Außerdem zählen Wechselrichter und Speicher bei der 800-VA-Grenze zusammen.

Speicher zwischen Modulen und Wechselrichter

Eine dritte Bauart ohne eigenen Wechselrichter wird zwischen Module und vorhandenen Wechselrichter geschaltet und gibt den gespeicherten Strom später an diesen weiter. Manche Modelle funktionieren nur mit bestimmten Wechselrichtern; in unserer Datenbank ist derzeit keines. Wie du die Kompatibilität prüfst, erklärt Speicher für Balkonkraftwerk nachrüsten.

BauartPasst fürIn unserer Übersicht
Mit eigenen SolareingängenNeukauf, Erweiterung auf mehr ModuleAnker, Zendure, EcoFlow
Für die Steckdose (AC)Nachrüsten ohne Eingriff in die AnlageMarstek Venus E 3.0
Zwischen Modulen und WechselrichterNachrüsten mit kompatiblem Wechselrichterderzeit kein Modell

Worauf es beim Speicher-Kauf ankommt

Die Tabelle zeigt die wichtigsten Kriterien und die Spanne unserer sechs Speicher (laut Herstellern, teils Händler- und Testangaben).

KriteriumDarauf achtenSpanne in unserer Übersicht
Kapazitätpassend zu Verbrauch und Überschuss1,92 bis 5,12 kWh
SolareingängeAnzahl und Leistung pro Eingangkeiner (Marstek) bis 4 Eingänge, 2.000 bis 5.000 W
Einspeisunghöchstens 800 W ins Hausnetz800 W, teils per Software gedrosselt
NotstromLeistung und Umschaltzeitbis 2.500 W
ErweiterbarkeitObergrenze und Preis der Zusatzakkus11,52 bis 30 kWh (soweit angegeben)
GarantieJahre und Ladezyklen10 Jahre, 6.000 bis 10.000 Zyklen (soweit angegeben)

Kapazität: Angabe ist nicht gleich nutzbar

Die Kapazität in Kilowattstunden (kWh) sagt, wie viel Strom der Akku aufnehmen kann. Verlass dich nicht blind darauf: Laut Stiftung Warentest (Heft 4/2026) liefern nicht alle Geräte die versprochene Strommenge. Dazu kommen Lade- und Entladeverluste.

Solareingänge und Ladeleistung

Bei Speichern mit Solareingängen zählt, wie viele Module du anschließen kannst und wie viel Leistung jeder Eingang verträgt. Der EcoFlow STREAM Ultra nimmt zum Beispiel 500 W pro Eingang auf. Plane gleich für die Zukunft: Erlaubt sind bis zu 2.000 Wp Modulleistung. Was dabei gilt, steht unter Balkonkraftwerk 2000 Watt mit Speicher.

Ein AC-Speicher kann dagegen nur laden, was dein Wechselrichter einspeist und der Haushalt gerade nicht verbraucht – also höchstens 800 W. Einen 5,12-kWh-Akku füllst du damit selbst unter besten Bedingungen erst nach gut 6 Stunden (eigene Rechnung: 5,12 kWh ÷ 0,8 kW, ohne Verluste).

Ausgangsleistung: 800 W ins Hausnetz

Alle Geräte an einem Anschluss dürfen zusammen höchstens 800 VA einspeisen. Einige Speicher können technisch mehr: der Zendure SolarFlow 2400 Pro 2.400 W, der Marstek Venus E 3.0 2,5 kW, die Anker Solarbank 3 Pro 1.200 W. Für Deutschland werden sie per Software auf 800 W begrenzt, bei Anker ist das ab Werk voreingestellt.

Die Bundesnetzagentur zählt bei einstellbaren Wechselrichtern aber die höchste einstellbare Leistung. Ob die Drosselung genügt, ist rechtlich nicht abschließend geklärt. Unsere Einschätzung: Mehr AC-Leistung ist beim Kauf kein Pluspunkt, sondern eine Frage, die du vorher mit deinem Netzbetreiber klären solltest.

Notstrom und Ersatzstrom

Laut Verbraucherzentrale Brandenburg haben nicht alle Speicher eine Notstromfunktion, oft gibt es sie nur gegen Aufpreis. Bei Balkonkraftwerk-Speichern versorgt sie nur Geräte, die direkt an der Notstromsteckdose des Speichers hängen – nicht deine Wohnung.

Die Leistung dieser Steckdose reicht in unserer Übersicht bis 2.500 W (Anker Solarbank 4 Pro und Marstek Venus E 3.0 laut Hersteller, EcoFlow STREAM 5000 laut home&smart). Die Solarbank 4 Pro schaltet laut Anker in rund 10 Millisekunden um. Zur Einordnung: Rund 2 kWh reichen laut Stiftung Warentest, um etwa einen Kühlschrank eine Nacht lang oder Lampe, Laptop und Router mehrere Stunden zu betreiben.

Erweiterbarkeit

Alle sechs Speicher lassen sich mit Zusatzakkus oder weiteren Geräten desselben Herstellers vergrößern, je nach Modell auf 11,52 bis 30 kWh. Für den EcoFlow STREAM 5000 liegt uns keine Obergrenze vor. So startest du klein und legst nach, wenn du Module ergänzt. Prüf vorher den Preis der Zusatzakkus.

App, Smart Meter und Steuerung

Damit der Speicher abends genau so viel abgibt, wie du gerade verbrauchst, braucht er Messwerte von einem Smart Meter – einem Energiemessgerät, nicht dem Zähler des Netzbetreibers. Ein Gerät im Zählerschrank baut eine Elektrofachkraft ein. Prüf vor dem Kauf, welche Messgeräte der Speicher unterstützt und ob er auch ohne Hersteller-Cloud funktioniert.

Einige Modelle, etwa die Anker Solarbank 3 Pro, können nach dynamischen Stromtarifen laden und entladen. Dafür brauchst du ein intelligentes Messsystem. Ob sich das rechnet, steht unter Lohnt sich ein Balkonkraftwerk-Speicher?.

Garantie und Qualität

Alle sechs Speicher haben 10 Jahre Garantie, bei der Solarbank 4 Pro und dem STREAM 5000 belegen das bisher nur Händler- bzw. Testangaben. Achte darauf, ob die Garantie an Ladezyklen gekoppelt ist – Anker nennt „10 Jahre bzw. 6.000 Ladezyklen“.

Bei der Qualität lohnt ein Blick in unabhängige Tests: Die Stiftung Warentest bewertete in Heft 4/2026 drei von fünf Speichern wegen Störsignalen mit „mangelhaft“. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät zu einer Konformitätserklärung nach VDE-AR-N 4105. Alle Testergebnisse zu unseren Modellen findest du im Speicher-Vergleich.

Zwei Solarmodule hängen außen am Terrassengeländer, daneben steht ein grauer Speicher

Wie groß sollte der Speicher sein?

Ein zu großer Speicher wird selten voll und kostet unnötig Geld. Die passende Größe findest du in drei Schritten.

Schritt 1 – nach Verbrauch: Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt rund 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Deinen Verbrauch findest du auf der Stromrechnung. Zur Orientierung die Durchschnittswerte des Stromspiegels:

Haushalt (Stromspiegel)JahresverbrauchFaustregel-Speicher
1 Person, Wohnung1.200 kWhrund 1,2 kWh
2 Personen, Wohnung1.900 kWhrund 1,9 kWh
3 Personen, Einfamilienhaus3.500 kWhrund 3,5 kWh
4 Personen, Einfamilienhaus mit elektrischem Warmwasser4.700 kWhrund 4,7 kWh

Schritt 2 – nach Überschuss: Der Speicher kann nur aufnehmen, was deine Anlage tagsüber übrig hat. In unserer Simulation mit dem HTW-Simulator (Haushalt mit 3.000 kWh) bleiben bei 2.000 Wp nach Süden rund 836 kWh im Jahr übrig, im Mittel etwa 2,3 kWh pro Tag. Bei zwei Modulen (1.000 Wp) senkrecht am Geländer sind es nur 258 kWh, also rund 0,7 kWh pro Tag. Im Sommer ist der Überschuss größer, im Winter kleiner.

Schritt 3 – nach Nachtbedarf: Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät, den Speicher höchstens so groß zu wählen, dass er den Strombedarf einer Nacht deckt. Den kannst du selbst messen: Zählerstand bei Sonnenuntergang und am nächsten Morgen ablesen.

Der kleinste der drei Werte ist eine gute Obergrenze. Zwei Beispiele für einen Haushalt mit 3.000 kWh:

  • 2.000 Wp nach Süden: Die Faustregel ergibt 3 kWh, der mittlere Überschuss liegt bei 2,3 kWh. Laut HTW-Simulator bringt in diesem Fall jede halbe kWh über 2 kWh nur noch wenig. Nach unserer Einschätzung passt ein Speicher um 2 bis 2,7 kWh, mehr nur bei hohem Abendverbrauch.
  • Zwei Module senkrecht am Geländer: Die Faustregel ergibt ebenfalls 3 kWh, aber im Mittel bleiben nur 0,7 kWh übrig. Selbst der kleinste Speicher in unserer Übersicht (1,92 kWh) wird dann oft nicht voll. Rechne hier zuerst nach, ob sich ein Speicher überhaupt lohnt.

Rechtliches in Kürze

  • 800 VA: Die Grenze gilt auch mit Speicher, Geräte an einem Anschluss werden zusammengerechnet. Details stehen unter 800 Watt beim Balkonkraftwerk.
  • Marktstammdatenregister: Der Speicher ist eine eigene Einheit und wird gemeinsam mit dem Balkonkraftwerk registriert, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Ob du ihn zusätzlich beim Netzbetreiber melden musst, ist umstritten – frag dort nach. Wie die Registrierung geht, zeigt Balkonkraftwerk anmelden.
  • Norm und Steckdose: Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 nimmt Geräte mit Speicher aus, eine eigene Norm für Speicher gibt es noch nicht. Deshalb empfehlen wir mit Speicher eine Energiesteckdose vom Elektriker – auch unter 960 Wp. Mehr unter Schuko oder Wieland?.
  • Werbung: Die Landgerichte Bochum und Osnabrück haben im Mai 2026 per einstweiliger Verfügung „Plug & Play“-Werbung für bestimmte Speicher untersagt.

Kosten im Überblick

Preise aus Preisvergleich und Herstellershops (Datenstand 29.10.2026), jeweils ohne Solarmodule.

KlasseModellePreis abPreis pro kWh¹
rund 2 bis 2,7 kWhEcoFlow STREAM Ultra, Zendure SolarFlow 2400 Pro, Anker Solarbank 3 Pro498 bis 763 €ca. 259 bis 287 €
rund 5 kWhMarstek Venus E 3.0, EcoFlow STREAM 5000, Anker Solarbank 4 Pro859 bis 1.329 €ca. 168 bis 265 €

¹ Eigene Rechnung: Preis ab geteilt durch Grundkapazität. Preise ändern sich häufig, prüf sie vor dem Kauf.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen nennt 200 bis 400 Euro pro kWh als häufigen Rahmen. Je nach Fall kommen Zusatzakkus, ein Smart Meter und eine Elektrofachkraft dazu. Kaufst du neu, ersetzt ein Speicher mit Solareingängen den Mikrowechselrichter.

Zum Vergleich: Die acht Komplettsets aus Modulen und Speicher in unserer Übersicht kosten 819 bis 1.899 Euro (Datenstand 30.10.2026), mehr dazu unter Balkonkraftwerk mit Speicher.

Fazit: So findest du deinen Speicher

  • Noch kein Balkonkraftwerk? Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt beim Neukauf ein Komplettpaket aus Modulen und Speicher – fertige Sets findest du unter Balkonkraftwerk mit Speicher. Grundlagen stehen auf der Startseite, nebeneinander vergleichen kannst du Sets und Speicher im Vergleich.
  • Anlage vorhanden, Wechselrichter soll bleiben? Ein AC-Speicher ist der einfachste Weg. Kläre vorher die 800-VA-Grenze mit dem Netzbetreiber. Schritt für Schritt erklärt das Speicher nachrüsten.
  • Mehr Module geplant? Achte auf genug Solareingänge und Erweiterbarkeit.
  • Nur zwei Module am Geländer? Rechne zuerst nach – oft bringt ein weiteres Modul mehr als ein Akku.
  • Notstrom wichtig? Vergleiche Leistung und Umschaltzeit der Notstromsteckdose.

Stand der Recherche: 30.10.2026. Produktdaten und Preise: Datenstand 29.10.2026. Wir haben keines der Geräte selbst getestet.

Alle Artikel zum Thema

Häufige Fragen

Was kostet ein Speicher fürs Balkonkraftwerk?

Die sechs Speicher in unserer Übersicht kosten ohne Solarmodule zwischen 498 und 1.329 Euro (Datenstand 29.10.2026). Pro Kilowattstunde Kapazität sind das rund 168 bis 287 Euro. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen nennt 200 bis 400 Euro pro kWh als häufigen Rahmen. Zusatzakkus, ein Smart Meter und gegebenenfalls eine Elektrofachkraft kommen dazu.

Liefert ein Speicher die volle angegebene Kapazität?

Nicht immer. Die Stiftung Warentest stellte in Heft 4/2026 fest, dass nicht alle geprüften Speicher die versprochene Strommenge liefern. Beim Marstek Venus E 3.0 maß techtest.org (15.12.2025) rund 4,9 von 5,12 kWh. Dazu kommen Lade- und Entladeverluste: Die HTW Berlin rechnet mit 82,5 Prozent Systemnutzungsgrad.

Kann ich einen Balkonkraftwerk-Speicher später erweitern?

Bei allen sechs Modellen in unserer Übersicht ist eine Erweiterung mit Zusatzakkus oder weiteren Geräten desselben Herstellers vorgesehen. Für fünf kennen wir die Obergrenze: 11,52 bis 30 kWh. Beim EcoFlow STREAM 5000 nennt home&smart Erweiterungsakkus, eine Obergrenze liegt uns nicht vor. Mehr Akku lohnt sich nur, wenn auch mehr Überschuss da ist – etwa weil du Module ergänzt.

Können Balkonkraftwerk-Speicher WLAN oder Fernseher stören?

Das ist möglich. Die Stiftung Warentest bewertete in Heft 4/2026 drei von fünf Speichern mit „mangelhaft“, weil sie zu viele elektromagnetische Störsignale aussenden. Folgen können laut Warentest flackernde Fernseher, brummende Lautsprecher oder abbrechende WLAN-Verbindungen sein. Die Einzelergebnisse stehen hinter einer Bezahlschranke.

Was ist der Unterschied zwischen Notstrom und Ersatzstrom beim Speicher?

Die Begriffe werden nicht einheitlich verwendet. Die Verbraucherzentrale Brandenburg unterscheidet eine Notstromsteckdose direkt am Speicher von Lösungen, die den Haushalt per automatischer Umschaltung für begrenzte Zeit versorgen. Bei Balkonkraftwerk-Speichern geht es um die Steckdose am Gerät: Bei Stromausfall laufen nur Geräte, die dort angeschlossen sind, nicht die Steckdosen deiner Wohnung.

Wo stelle ich den Speicher am besten auf?

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt einen geschützten und gut belüfteten Ort, etwa die Garage. Frost und starke Temperaturschwankungen lassen den Akku schneller altern. Auch bei Geräten für draußen lohnt ein Dach: Bei der Stiftung Warentest drang im Starkregen-Test bei vier von fünf Speichern Wasser in die Steckdosen. Plane außerdem das Gewicht ein – laut Verbraucherzentrale meist 20 bis 60 Kilogramm.

Quellen (12)
  1. Verbraucherzentrale Niedersachsen: Batteriespeicher für Balkonkraftwerke – lohnt sich das? (Stand 01.07.2026)
  2. Verbraucherzentrale Brandenburg: Batteriespeicher – Mythen rund um gespeicherte Sonnenenergie (21.05.2025)
  3. Verbraucherzentrale NRW: FAQ zu Steckersolar-Geräten (Stand 06.03.2026)
  4. Verbraucherzentrale: Gesetze und Normen für Steckersolar – was gilt, was gilt (noch) nicht? (Stand 21.10.2026)
  5. Stromspiegel für Deutschland (co2online): Stromverbrauch im Haushalt (Stand 13.05.2025)
  6. Stiftung Warentest: Speicher für Balkonkraftwerke – drei von fünf Stromspeichern im Test mangelhaft (19.03.2026, Heft 4/2026)
  7. HTW Berlin: Stecker-Solar-Simulator (Grundlage der Überschuss-Werte, genutzt am 29.10.2026)
  8. HTW Berlin: Dokumentation zum Stecker-Solar-Simulator, Version 3.0 (Mai 2024)
  9. Bundesnetzagentur: Balkon-Solaranlagen (FAQ zu Steckersolargeräten)
  10. Marktstammdatenregister: Webhilfe / FAQ (Balkonkraftwerk mit Speicher)
  11. Clearingstelle EEG|KWKG: Häufige Rechtsfrage Nr. 1 zu Steckersolargeräten (Textfassung vom 09.10.2026)
  12. pv magazine: Indielux – Gerichte bestätigen Vertriebsverbot für bestimmte Plug-in-Speicher (18.09.2026)